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Solarstrom von der Deponie
Am 5. September 2005 nahm die Stadtreinigung Hamburg auf der ehemaligen Hausmülldeponie in Neu Wulmstorf die derzeit größte Photovoltaikanlage der Metropolregion in Betrieb. Die Solaranlage hatte 2005 eine Fläche von 4.100 Quadratmeter.
"In Hamburg wächst nicht nur die Stadt, sondern auch der Umweltschutz", freute sich Hamburgs damaliger Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Dr. Michael Freytag, bei der Inbetriebnahme: "Nachdem bereits drei Windkraftanlagen und ein mit Deponiegas betriebenes Blockheizkraftwert sauberen strom produzieren, wird jetzt auch noch das Sonnenlicht in der zurzeit größten Photovoltaikanlage der Metropolregion Hamburg zur Energieerzeugung genutzt. Aus einer ehemaligen Mülldeponie wurde ein energiewirtschaftliches Musterprojekt, das fast die ganze Bandbreite alternativer Energiegewinnung abdeckt."
3132 Solarmodule mit einer Gesamtfläche, die der Wohnfläche von rund 25 Einfamilienhäusern entspricht, erzeugen bei Sonnenschein bis zu 500 Kilowatt (kW) Strom. "Die Anlage erzeugt rund 400.000 Kilowattstunden jährlich, das entspricht dem Jahresbedarf von etwa 100 Vier-Personen-Haushalten", sagte SRH-Geschäftsführer Dr. Rüdiger Siechau. "Zusammen mit dem Strom aus dem Blockheizkraftwerk (rd. 1,3 Millionen kWh/a) und den drei Windkraftanlagen (rd. 3,8 Millionen kWh/a) produzieren wir auf der ehemaligen Deponie jährlich 5,5 Millionen Kilowattstunden Strom. Das reicht aus, um 1.400 Vier-Personen-Haushalte ganzjährig mit umweltfreundlich erzeugtem Strom zu versorgen."
Die Photovoltaikanlage hat rund 2,1 Millionen Euro gekostet. Die SRH erhält für jede in das Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde durchschnittlich 43,4 Cent gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Pro Jahr sind dies rund 174.000 Euro. Somit ist das Projekt nicht nur ökologisch sondern auch ökonomisch sinnvoll.
Einen Überblick über die Aktivitäten der Stadtreinigung Hamburg zur Sicherung, Sanierung, Nutzungsplanung und Betrieb von Altablagerungen und Altstandorten finden Sie hier.
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